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Informationsveranstaltung zur generalistischen Pflegeausbildung in Haltern

Dirk Küpers14.09.2018
Informationsveranstaltung in Halternzoom
Informationsveranstaltung in Halternzoom

Ca. 90 Vertreter von Altenheimen, Sozialstationen, Krankenhäusern und Pflegeschulen trafen sich auf Einladung des Caritas Bildungswerks Ahaus am 10.09.2018 im Könzgen-Haus in Haltern, um sich über die zukünftige „generalistische“ Pflegeausbildung zu informieren. Die beiden Fachseminarleiter Karsten Bomheuer und Joachim Gruttmann referierten gemeinsam mit Geschäftsführer Wolfgang Dargel den aktuellen Stand der Gesetzgebung und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Seminarleiter Bomheuer betonte, dass es sich zukünftig nicht um eine Addition der bisherigen drei Fachkraftausbildungen handele, sondern um einen ganz neuen Ansatz.

Als besondere Herausforderung empfanden alle Versammelten, dass die Auszubildenden mehr und vielfältigere Praxisstellen durchlaufen müssten und bedeutend weniger beim eigentlichen Anstellungsträger wären. Eine häufig gestellte Frage: Bekomme ich auch einen Auszubildenden zurück, wenn „mein Auszubildender“ seinen externen Einsatz ableistet?

Auch der Aufwand zur Organisation dieser Praxiseinsätze wurde betont. Laut Gesetz trägt der Anstellungsträger die Verantwortung für diese organisatorische Aufgabe, sie kann jedoch unter Umständen an die Pflegeschule abgetreten werden.
Mehrfach wurde die Befürchtung geäußert, dass es zu Engpässen bei den pädiatrischen Einsätzen wie auch bei den Einsätzen in der Akutpflege (Krankenhäusern) kommen könne. Durch Ausbildungsverbünde und Kooperationsverträge sollen hier Strukturen geschaffen werden und Engpässe vermieden werden.
Hervorgehoben wurde, dass die Praxisanleitung aufgewertet wird: 10 % der Anwesenheitszeit des Auszubildenden sind durch Praxisanleitung sicherzustellen. Dies betrifft sowohl die „eigenen“ Auszubildenden wie die Auszubildenden von anderen Anstellungsträgern.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Nur mit vereinten Anstrengungen und großem Engagement sämtlicher Beteiligter in der Pflege kann der dringend benötigte Fachkraftnachwuchs in der stationären Altenhilfe, in der ambulanten Pflege wie auch in den Krankenhäusern sichergestellt werden.

Die Gesetze, Verordnungen und auch die Powerpoint-Präsentation zum Thema finden hier.