Caritas Bildungszentrum Borken feiert zehnjähriges Bestehen und verabschiedet letzten Altenpflegekurs

06.09.2022

Borken - Gleich zwei gute Gründe gab es am Mittwoch für das Caritas Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Borken zu feiern: das zehnjährige Bestehen am Standort Borken und die Examensfeier des letzten Altenpflegekurses (B 9). Schulleiterin Maria Werner hieß zum Festakt in der Stadthalle Vennehof zahlreiche Gäste willkommen, darunter Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Jeder einzelne und jede einzelne von Ihnen wird eine Stelle in der Altenpflege finden, da bin ich ganz sicher“, sprach die Bürgermeisterin in ihrem Grußwort zu den frisch Examinierten. 

Man erkenne den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfahre, zitierte Schulze Hessing den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann. „Ein kluges Wort, das auch heute noch Gültigkeit hat. Ich bin sicher, dass Sie alle Ihren Beitrag dazu leisten wollen, sich um das Wohl der Schwächsten zu kümmern.“ Schulze Hessing mahnte die Fachkräfte, sich selbst dabei nicht zu vergessen und gut auf sich zu achten. „Gerade Sie trifft die Pandemie in Ihrer Arbeitswelt. Bewahren Sie sich die Freude an Ihrem Pflegeberuf. Sie werden gebraucht.“

Gebraucht werde laut den Worten der Bürgermeisterin auch das Caritas Bildungszentrum in Borken. „Fast 200 Altenpflegerinnen und Altenpfleger haben Sie seitdem in Borken ausgebildet. Das kann Sie für die Zukunft nur anspornen, weiterzumachen.“ Seit 2020 bietet die Schule die generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann/Zur Pflegefachfrau an. Vor zehn Jahren habe sich das Bildungszentrum in Borken niedergelassen. Einige Borkener Politiker habe man seinerzeit davon überzeugen müssen, sagte Schulze Hessing. Sie selbst sei damals 1. Beigeordnete und Kämmerin gewesen und habe sich gefragt: Was möchte die Caritas aus Ahaus in Borken? Der damalige Schulleiter Reinhard Sicking habe ihr das Konzept vorgestellt – und es sei der Stadt sehr zugute gekommen. Nicht zuletzt 2015, als das Caritas Bildungszentrum in die ehemalige, leerstehende Duesberg-Hauptschule umzog. Bis dahin hatte das Bildungszentrum ein umgebautes Wohnhaus an der Heidener Straße genutzt.

Reinhard Sicking, früherer Leiter des Bildungszentrums, erinnerte in seinem Grußwort an die Anfänge. „Wir waren in einer Villa an der Heidener Straße im Erdgeschoss tätig. Der Klassenraum war groß genug für 25 Schüler. Es gab zwei Büros, eines für Dozenten, eines fürs Sekretariat.“ Der Caritasverband Borken habe den Caritasverband aus Ahaus willkommen geheißen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Caritasverband über Dekanatsgrenzen hinweg agiert.“ Die Einladung zum Festakt habe ihn überrascht, sagte Sicking. „Es ist tatsächlich schon zehn Jahre her.“ Er erinnerte an den früheren Fachbereichsleiter Wolfgang Dargel und an den CaritasVorstand Bernhard Herdering als Mitgründer der Schule.

Jochen Albers als Sprecher der regionalen Arbeitsgemeinschaft katholische Altenheime durfte schon vor zehn Jahren Grußworte sprechen – damals zur Einsegnung der neuen Räume – und erinnerte daran: „Ich sprach über die Prüfungen des medizinischen Dienstes und fehlende Zeit wegen zu umfänglicher Dokumentation. Im Nachgang und mit Blick auf Corona waren das alles nur Problemchen.“ Schon vor zehn Jahren sei der Fachkräftemangel im Pflegebereich prognostiziert worden, sagte Albers. „So ist es auch gekommen.“ In seiner Rede erinnerte Albers die frisch examinierten Pflegekräfte an die Höhen und Tiefen in der Zeit der Ausbildung, an Corona, Homeschooling und sich ständig ändernde Verordnungen. Mit Blick auf glänzende Jobaussichten erklärte Albers: „Sie können sich Ihren Arbeitgeber aussuchen.“ Schulleiterin Maria Werner und Kursleiterin Wiebke Schenk händigten den neuen Pflegefachkräften anschließend die Zeugnisse aus.

Begonnen hatte der Tag mit einem Wortgottesdienst in der Borkener St.-Remigius-Kirche. Maria Werner hatte dem Kurs dort ein großes Lob für den starken Zusammenhalt untereinander ausgesprochen. „Denken Sie gerne an Ihre Ausbildung zurück und behalten Sie Ihre Ausbildungsstätten in guter Erinnerung.“

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