Wie war das denn früher?

19.08.2014

Besuch in Mettingenzoom

Ibbenbüren - Wer liebt es nicht in Erinnerungen zu schwelgen und von der guten, alten Zeit zu erzählen. Besonders für Menschen mit Demenz sind Erinnerungen das einzige Paradies aus dem sie nicht vertrieben werden können. Um bei Menschen mit Demenz Erinnerungen hervorzulocken bedarf es für die Auszubildenden der Altenpflege an Hintergrundwissen über die soziokulturellen Einflüsse der letzten Jahrzehnte und über die zahlreichen Methoden der Erinnerungsarbeit.

Bei einem Besuch der Heimatmuseen und des Schulmuseums in Mettingen bot sich für die Auszubildenden der Altenpflege des Caritas Bildungszentrums Ibbenbüren hierzu eine gute Gelegenheit.  Woher kommen die Redewendungen „Alter Knacker“, „Sich Verhaspeln“, „Eine Fahrt ins Blaue“ oder „Die ist unter der Haube?“

„Wie war das denn früher, wenn Butter geschlagen wurde, als das Bügeleisen noch mit Kohle beheizt wurde, wenn Socken gestrickt und fleißig geflickt wurde, wenn gekocht und eingekocht wurde, wenn man zur Kirche ging oder wenn eine Hochzeit anstand?“
Das mit dem Heiraten z.B. war so eine Sache. Das Paar kannte sich von Kindheit an. Wenn der zukünftige Bräutigam seine Aufwartung bei der Familie der Braut machte wurde zur Feier des Tages Pfannkuchen gebacken. Nur bei Speckstreifen im Pfannkuchen durfte er wiederkommen.

Auch die Lebensumstände damals waren wesentlich einfacher. So schlief man mit drei weiteren Familienmitgliedern in einem Bett, der Teppich wurde mit einem Klopfer gereinigt, ein Nachttopf stand neben dem Bett und mit dem Kanonenofen wurde die „gute Stube“ beheizt.

All diese Utensilien und noch viel mehr konnten vor Ort im Tüöttenmuseum bestaunt werden. Die drei miteinander verbundenen Fachwerkhäuser gaben einen detaillierten Einblick in die Wohn-und Alltagskultur der Vorfahren.
Ein rundum gelungener Abschluss war der Besuch der Kirche und des Schulmuseums mit einer kleinen Unterrichtseinheit wie früher.
Auf die Frage ob sie lieber früher gelebt hätten kam die spontane Antwort: “Ja, aber nicht mit vier Leuten in einem Bett und dem Wäschewaschen ohne Maschine!“

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