Altenpflegenachwuchs besuchte den Landtag und den WDR

21.11.2019

Nachdem die Besucher die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucher-schutz, Ursula Heinen-Esser (vorn rechts), am Mikrofon im Plenarsaal erlebt hatten, stellte sie sich gern fürs Erinnerungsfoto zur Verfügung.zoom
Nachdem die Besucher die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucher-schutz, Ursula Heinen-Esser (vorn rechts), am Mikrofon im Plenarsaal erlebt hatten, stellte sie sich gern fürs Erinnerungsfoto zur Verfügung.

Rheine - Ein Besuch des Landtags ist für die Auszubildenden der Caritas Bildungszentren für Pflege und Gesundheit im Kreis Steinfurt obligatorisch. Der stand jetzt für je einen Kurs der Standorte Emsdetten und Rheine auf der Tagesordnung. Auf der Besuchertribüne verfolgten die Auszubilden lebhafte Debatten zu den Themen Landwirtschaft sowie Antisemitismus. Besonders gespannt war man auf die anschließende Begegnung mit Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes. Der ging kurz auf die Situation in der Pflege vor Inkrafttreten des Pflegegesetzes (1995) ein, um sich dann der Frage zuzuwenden, ob der Grundsatz „ambulant vor stationär“ in der Pflege noch gilt. Die Situationen der heute Pflegebedürftigen hat sich geändert, führte er aus. Ein großes Thema sei jetzt Einsamkeit im Alter. Deshalb müsse man genau hinschauen, was individuell die beste Lösung ist. Jedenfalls werde angesichts des Altwerdens der geburtenstarken Jahrgänge der Personalbedarf in der Pflege, sei es im Krankenhaus als auch in der Langzeitpflege, erheblich zunehmen. „3000 Auszubildende brauchen wir pro Jahr, und zwar zusätzlich zu den bisherigen Zahlen.“ Mit deutlichen Worten, wie man das von ihm kennt, kritisierte der Minister die seit Jahren mangelhafte Ausbildungsbereitschaft einiger Krankenhäuser in NRW, auch im Münsterland. Angesichts des Personalbedarfs sei es nicht mehr hinzunehmen, dass dort mehr qualifizierte Bewerber abgewiesen als von den Ausbildungseinrichtungen aufgenommen werden. Das Anwerben von Pflegekräften aus dem Ausland könne das Defizit an Personal bei Weitem nicht ausgleichen. Seitens der Auszubildenden wurde unter anderem das Ansehen der Pflegeberufe zum Thema gemacht. In diesem Zusammenhang sprach der Minister unter anderem die Empfehlung aus, Arbeitgeber, die keine Tariflöhne zahlen, zu verlassen: „Im Kreis Steinfurt haben sie genügend Auswahl.“ Zwei seiner Mitarbeiter standen für die Diskussion einer Reihe weiterer Fragen, insbesondere zur Ausbildung, zur Verfügung, nachdem der Minister, anderweitige Termine – alle am Rande der Plenarsitzung – wahrnehmen musste. Im Hörfunk- sowie im Fernsehstudio des WDR, - gleich „um die Ecke“ - hatten die Auszubildenden Gelegenheit, sich einmal schlau zu machen, wie es an diesen Arbeitsplätzen, insbesondere hinter den Fernsehkameras zugeht.

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