23. Fachtagung Hauswirtschaft – etabliert und aktueller denn je

09.11.2022

 
 
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Hauswirtschaft in der Alten- und Eingliederungshilfe: Die etablierte Tagung für Fach- und Führungskräfte aus der Hauswirtschaft gab wertvolle Impulse für die Arbeit und ermöglichte den so wichtigen Austausch der Teilnehmenden untereinander.

Dass die Hauswirtschaft in Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe immer zentraler wird, ist keine neue Erkenntnis. In Zeiten einer Ressourcenknappheit, die es bisher in diesem Ausmaß lange nicht gegeben hat, wird die Wichtigkeit der hauswirtschaftlichen Tätigkeiten jedoch noch bewusster. Ob Knappheit von Personal, Energie oder Lieferengpässen von Gütern – die Hauswirtschaft ist bekannt dafür, auf Unvorhergesehenes schnell und unbürokratisch zu reagieren. „Wie sollten lernen, uns auch einmal selbst zu loben – wir machen so vieles gut!“ so eine Stimme der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Das Thema der Wertschätzung und Anerkennung der Hauswirtschaft dominierte den Vormittag der Veranstaltung des Caritas Bildungswerkes. „Auch die eigene Anerkennung, die sogenannte „Selbstliebe“, ist ein wichtiger Bestandteil“ so Prof. Schack und Ina Germer der Fachhochschule Münster in ihrem Vortrag „Wertschätzung in der Hauswirtschaft aus wissenschaftlicher Sicht“. Sie präsentierten aktuelle Studienergebnisse und Handlungsempfehlungen aus einer qualitativen Untersuchung in Altenhilfeeinrichtungen. Zuvor appellierte Frau Losemann, Hauswirtschaftsmeisterin und ehemalige Vizevorsitzende des deutschen Hauswirtschaftsrats an das Fachpublikum, sich auch auf politischer Ebene für die Anerkennung dieses wichtigen Berufsfeldes stark zu machen. „Das weiterhin frauendominierte Berufsfeld hat noch einen anstrengenden Weg vor sich, aber wir haben auch schon sehr viel geschafft“ – so Losemanns Botschaft.

Frau Dr. Jaspers erläuterte humorvoll und zugleich tiefenfachlich, weshalb viele Einrichtungen, die vulnerable Gruppen versorgen, zukünftig lieber auf Pangasius verzichten sollten. Denn gerade alte Menschen, schwangere Frauen, Kinder und vorerkrankte Menschen sind besonders anfällig für biologisch verunreinigte Lebensmittel. Auf dem Vormarsch seien vor allem die unsichtbaren Bakterien Listerien und der EHEC. „Und das Erschreckende: über die Hälfte aller über Menschen über 60 Jahre, die sich mit dem Bakterium listeria monocytogenes anstecken, überleben die Infektion nicht“, berichtet Jaspers aus aktuellen Forschungsergebnissen. Umso wichtiger sei das Erhitzen bei 72 Grad über 2 Minuten, um viele der Erreger unschädlich zu machen.

Abschließend zeigte Trainerin und Coach Petra Hackbarth einen Einblick in die Welt der Mimik. „Das Lesen von Emotionen ist lernbar und eine Trainingssache“. in ihrem Vortrag „SEHEN, WAS DER ANDERE NICHT SAGT! Körpersprache & Mimik in der Hauswirtschaft“ zeigte sie eindrucksvoll, wie man mehr Verständnis füreinander erreicht, wenn man die Emotionen des Gegenüber ein wenig besser lesen kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihr Wissen auch selbst einmal ausprobiert und erfahren, dass das Lesen von Gesichtern gar nicht immer so einfach ist. „Wir hätten Frau Hackbarth auch noch Stunden länger zugehört, so interessant war das“, so eine Teilnehmerstimme nach der Tagung.

Auch das Jahr 2023 ist schon geplant: Am 11.05.2023 wird die 19. Fachtagung Hygiene in der Stadthalle Ahaus stattfinden, am 31.10.2023 folgt dann die Fachtagung Küche im Franz-Hitze-Haus in Münster und am 16.11.2023 schließlich die Tagung Hauswirtschaft in der Kolping Bildungsstätte in Coesfeld.

Fortbildungsprogramm 2023

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Kontakt

Caritas Bildungswerk Ahaus
Wesheimstr. 41
48683 Ahaus

Tel. 02561/936225
Fax 02561/936240

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