Wie man junge Menschen nachhaltig für einen Beruf in der Pflege begeistert

22.09.2022

 
 
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Rheine - Wie können sich junge Menschen nachhaltig für den Pflegeberuf begeistern lassen? Unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Rheine (EWG) und der Fachhochschule Münster wurde dazu von Pflegeeinrichtungen in der Region ein Workbook mit Standards für ein gutes Praktikum entwickelt. Mehr als ein Dutzend Altenpflege- und Krankenpflege-Einrichtungen nahmen im Caritas Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit in Rheine das Label in Empfang.

Welche Bedeutung die Fachkräfte-Akquise im medizinisch-pflegerischen Bereich hat, das machte Peter Lüttmann, Bürgermeister der Stadt Rheine, bei der Vergabe der Qualitätslabel deutlich. Während die meisten Aktionen in Deutschland darauf abzielen, mehr Schülerinnen und Schüler zu erreichen und deren Interesse für den Beruf zur Pflegefachkraft zu wecken, hat sich die aus den Workshops gegründete Arbeitsgruppe für einen anderen interessanten Weg entschieden.

Die Standards für ein Praktikum sollen gehoben werden, um die Praktikantinnen und Praktikanten durch ein qualitativ gutes Praktikum zu halten und den nächsten Schritt zu einer Berufsausbildung ebnen. Zusätzlich ist es für Lehrpersonal und Eltern wichtig, dass sie jungen Menschen ruhigen Gewissens eine Anlaufstelle für Praktikumsstellen empfehlen können. Bei der entsprechenden Plattform www.pflegeworkbook.de finden Interessierte neben Erklärungen zu den einzelnen Berufsfeldern in der Pflege auch eine Praktikumsbörse mit den Einrichtungen, die mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet wurden.

Der Kreis Steinfurt benötige derzeit pro Jahr zusätzlich 250 bis 300 ausgebildete Pflegekräfte, erläuterte Peter Lüttmann. „Tendenz stark steigend. Da können wir jede Nachwuchskraft gebrauchen.“ Wer für seine Arbeit brenne, der mache in der Regel einen guten Job, sagte der Bürgermeister. „Wer das Praktikum im Bereich Pflege für sich entdeckt und sagt, das kann was für mich sein, dann ist das schon ein kleines Flämmchen.“

Die Ursprünge des Qualitätslabels liegen im 2020 gestarteten Projekt „Plattform Gesundheitsregion Münsterland – Kommunale Versorgungskompetenz stärken (kurz: KOmmKom). Nach drei Praxisworkshops bildete sich eine Arbeitsgruppe, bestehend unter anderem aus Lehrern, Pflegedienstmitarbeitenden, Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit und des Kreises Steinfurt. Die mit dem Label zertifizierten Dienste und Einrichtungen zeichnen sich durch Transparenz und eine enge Zusammenarbeit mit Betreuern und Lehrpersonal aus.

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