Caritas Bildungszentrum Borken verabschiedet Kurs PFA B1:Eine intensive gemeinsame Reise

Am 1. März 2025 starteten die 23 Teilnehmerinnen ihre Ausbildung zur Pflegefachassistentin am Standort Borken. Ein Jahr später, am 28. Februar 2026, hielten sie ihr Zeugnis in den Händen. Dazwischen liegt mehr als nur Unterricht – es war eine intensive gemeinsame Reise.
Viele der Absolventinnen brachten reichlich Lebenserfahrung mit. Der Altersdurchschnitt im Kurs lag höher als in manch anderer Ausbildung. Doch wer glaubt, Erfahrung allein reiche aus, irrt. Lernen will gelernt sein – wieder gelernt sein. Mitschriften anfertigen, sich in digitale Lernplattformen einarbeiten, Klausuren schreiben, im Demoraum üben, Früh- und Spätdienste meistern, praktische Einsätze bestehen. Und immer wieder neue Menschen kennenlernen, sich auf unterschiedliche Pflegeempfänger einstellen, flexibel reagieren.
Tatjana Laing, Kurs- und Schulleiterin, griff diesen Weg in ihrer Rede auf und sprach von einer „gemeinsamen Reise“. „Eine Reise beginnt selten mit Gewissheit“, sagte sie. „Sie beginnt mit einem ersten Schritt. Mit Neugier. Vielleicht auch mit Zweifel.“ Als die Frauen ihre Ausbildung begonnen hätten, so Laing, wussten sie noch nicht genau, was vor ihnen liege: Digitalisierung, Lernplattform, Klausuren, praktische Einsätze und mehr. Die Anforderungen im Gesundheitswesen seien hoch, die Arbeitsdichte spürbar. Nicht jeder Tag sei leicht gewesen. „Doch genau darin zeigt sich, was Sie heute auszeichnet: Durchhaltevermögen, Empathie, Professionalität und ein wachsendes Selbstbewusstsein“, sagte Laing. Heute könnten alle mit Stolz sagen: „Ich bin Pflegefachassistentin.“
Auch der Wortgottesdienst stand unter dem Leitmotiv „Unsere gemeinsame Reise“. Symbolisch packte der Kurs sein „Reisegepäck“: Taschentücher für Tränen, ein Tablet für die Digitalisierung, Schokolade als Nervennahrung, Fachliteratur für das Fundament des Wissens. Kleine Gegenstände – große Bedeutung. Doch niemand reist allein. Praxisanleiterinnen, Kolleginnen, Einrichtungen und das Team des Caritas Bildungszentrums Rhede/Borken begleiteten die Auszubildenden ein Stück ihres Weges. „Ich bin dankbar, dass wir als Pflegeschule diesen Abschnitt mit Ihnen teilen durften“, sagte die Schulleiterin. Sie gab den Absolventinnen einen persönlichen Wunsch mit auf den Weg: Sie sollten nie vergessen, warum sie diese Reise begonnen haben. Menschlichkeit und Sensibilität bewahren – und zugleich gut für sich selbst sorgen. „Denn nur wer auf sich achtet, kann dauerhaft für andere da sein.“
Die beiden Kurssprecherinnen blickten auf das Jahr zurück und beschrieben die besondere Kurs- und Schulatmosphäre: geprägt von Zusammenhalt, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung. Jochen Albers, Sprecher der regionalen Arbeitsgemeinschaft katholischer Altenheime, richtete sich an die Absolventinnen und gab ihnen berufliche Ratschläge mit auf den Weg. Die frisch examinierten Pflegefachassistentinnen starten direkt durch – in der stationären Langzeitpflege, in der Akutpflege sowie in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege.