Hilfe- und pflegebedürftige Menschen sind in hohem Maße gefährdet, Opfer von gewalttätigen Handlungen zu werden. Sie sind oft nicht in der Lage, sich selbst zu vertreten und bedürfen deshalb eines besonderen Schutzes. Um gewalttätige Handlungen als solche zu erkennen und diesen vorbeugen zu können benötigen Betreuungskräfte und Alltagsbegleiter spezifisches Wissen.
In dieser Fortbildung geht es zunächst um die Entwicklung von Haltung. Die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen bietet eine wichtige Grundlage, um das eigene Handeln zu überdenken und anzupassen. Das Thema Gewaltprävention betrifft nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Betreuungskräfte und Alltagsbegleiter sollten dafür sensibilisiert werden. Eine Form der Gewalt stellen freiheitsentziehende Maßnahmen dar, die einen erheblichen Eingriff in die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit eines Menschen darstellen. Besonders stark tabuisiert wird die sexualisierte Gewalt. Da deren körperlichen und psychischen Folgen sehr schwerwiegend sein können, kommt der Vorbeugung dieser Form von Gewalt höchste Bedeutung zu.
