Caritas Bildungszentrum Rheine:44 neue Pflegefachkräfte starten ins Berufsleben

Der Gottesdienst in der Jakobikirche stand unter dem Motto „Vielfalt“. Ein Wort, das im Caritas Bildungszentrum nicht nur auf dem Papier steht. Die beiden Kurse brachten Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Erfahrungen und Herkunft zusammen. Pfarrerin Claudia Raneberg bezeichnete den Tag als „Tag des Abschlusses und Tag des Aufbruchs“. Pflege bedeute mehr, als medizinisches Wissen anzuwenden oder Handgriffe sicher zu beherrschen. Es gehe auch darum, einem Menschen zu zeigen: „Du bist nicht allein.“
Für Schulleiterin Petra Berger waren die vergangenen drei Jahre eine Zeit, in der die Auszubildenden vieles lernen wollten, lernen konnten und lernen mussten. „Sie sind zu Besserwissern geworden“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Damit meinte sie nicht bloß angehäuftes Fachwissen. Die Absolventinnen und Absolventen hätten gelernt, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und Situationen anders zu beurteilen. Auch sich selbst sähen sie heute mit anderen Augen.
Petra Berger zog einen ungewöhnlichen Schlussstrich unter die Ausbildungszeit: „Schluss mit den Belehrungen. Endlich nicht mehr müssen, nicht mehr zuhören müssen, nicht mehr antworten müssen.“ Keine Prüfungen mehr, keine Lernpläne, keine Diskussionen. „Schluss, Schluss. Endlich Schluss.“
Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Denn wer drei Jahre lang gelernt hat, Grenzen zu erweitern, nimmt diese Erfahrung mit in den Beruf. „Sie haben sich auf unbekannte Welten eingelassen“, sagte Berger. Nun gehe es darum, den eigenen Weg zu finden. „Tun Sie nur das, von dem Sie überzeugt sind.“
Auch die Kurssprecherinnen blickten auf eine bewegte Ausbildungszeit zurück. Gemeinsam wurde gelacht, diskutiert und immer wieder gegenseitig Mut gemacht. Und es gab einen Satz, der sofort für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte: „Das ist prüfungsrelevant.“ Dann war plötzlich jeder hellwach.
Begonnen hatten die beiden Kurse ihre Ausbildung am Caritas Bildungszentrum Rheine noch in den früheren Räumen an der Devesburgstraße. Während der Ausbildungszeit folgte der Umzug in die neuen Schulräume am Kardinal-Galen-Ring. Auch das gehört zur gemeinsamen Geschichte der beiden Jahrgänge.
Die Absolventinnen und Absolventen
Kurs 87: Moaad Ait el Haj, Mouhcine Ait Elbied, Mandrantonirina Andriamihaja, Ajsche Bozkurt, Rim Diamane, Aninda Dev Druba, Erza Gashi, Brenda Danelle Goualem Meli, Lilli Grullet Castro, Adisa Jahaj, Jisna Jose, Ahlame Maaroufi, Felana Manantenasoa, Christine Lynda Nyamout Nlanga, Kamal Oumaaou, Angelina Rose, Felix Schonhoff, Madelaine Sophie Talmann und Van Toàn Tran.
Kurs 88: Hicham Ali Ouqassou, Christin Altevolmer, Joudi Alwan, Almut Arens, Pamela Berkemeyer, Bärbel Maria Brümmer, Pia Bülter, Nicole Burghardt, Ngoc Han Chung, Nico Erben Genannt Ruß, Mohamad Jalal Hamadia, Ervina Henderson, Kim Loan Le, Verena Lindermeir, Leatitia Fleur Mbakop Koumeniok, Ketevani Omanadze, Julia Maria Prychla, Ekaterina Rein, Hermann Schlegel, Verena Smit, Ines Still, Christiane Sülthaus, Andrei-Bogdan Trihenea, Nicole Uhlenbrock und Irina Uhrich.