Zum Inhalt springen

Caritas Bildungszentrum Rhede verabschiedet 19 frisch examinierte Pflegefachkräfte:„Aus dem Chaos gelernt, gemeinsam im Looping bestanden“

„Aus dem Chaos gelernt, gemeinsam im Looping bestanden“ – unter diesem Motto haben 19 frisch examinierte Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner des Kurses R 66 am Caritas Bildungszentrum Rhede den erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung gefeiert. Den Auftakt der Abschlussfeier bildete ein Gottesdienst in der Kirche St. Gudula. Anschließend ging es zur Feierstunde in die Akademie Klausenhof.
Das Caritas Bildungszentrum Rhede verabschiedete die frisch examinierten Pflegefachkräfte des Kurses 66
Datum:
25. Sept. 2026
Von:
Christian Bödding

Schulleiterin Tatjana Laing griff in ihrer Rede das Kursmotto auf und verglich die zurückliegenden drei Ausbildungsjahre mit einer Kirmes. Wie auf einer Kirmes könne auch gute Pflege nur funktionieren, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten. „Gute Pflege ist niemals eine Einzelleistung“, betonte Laing. Auch die Ausbildung selbst gleiche einer Achterbahnfahrt, so die Schulleiterin: steil nach oben, manchmal schnell nach unten, mit unerwarteten Kurven und mancher Situation, in der sich vermutlich einige gefragt hätten: „Wer hat eigentlich gesagt, dass ich hier mitfahren muss?“ Die nächste Achterbahn warte bereits – das Berufsleben.

Welche vielfältigen beruflichen Möglichkeiten den Absolventinnen und Absolventen offenstehen, machte Jochen Albers, Sprecher der regionalen Arbeitsgemeinschaft katholischer Altenheime, deutlich. Als generalistisch ausgebildete Pflegefachkräfte könnten sie in zahlreichen Einrichtungen im Kreis Borken tätig werden. Allein acht Krankenhäuser gibt es im Kreis. Hinzu kommen 64 ambulante Pflegedienste, 47 Tagespflegeeinrichtungen und 47 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 3.300 Heimplätzen.

Albers erinnerte zugleich daran, was hinter den jungen Pflegefachkräften liegt. Drei Jahre voller Höhen und Tiefen, Lernen und Prüfungen, Tränen und Trauer. Die Ausbildung habe ihnen dabei weit mehr vermittelt als fachliches Wissen. Im täglichen Umgang mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten, Angehörigen, Betreuern und Ärzten seien auch soziale Fähigkeiten gewachsen. Pflege, so Albers, sei ein zutiefst menschlicher Beruf: „Von Menschen für Menschen.“

Wie viel hinter den drei Jahren Ausbildung steckt, machte auch Catherine Ainembabazi aus dem Kurs R 66 in ihrer Rede deutlich. Für manche der Auszubildenden habe der Alltag bedeutet, morgens zunächst die eigene Familie zu versorgen und die Kinder fertig zu machen, anschließend zur Schule zu gehen und danach noch zu arbeiten. Vieles davon habe sich abseits der Öffentlichkeit abgespielt. „Viele von uns haben geweint, wo keiner uns gesehen hat“, sagte Ainembabazi.

Aus einer Gruppe, die zu Beginn der Ausbildung zunächst herausfinden musste, wie sie miteinander funktioniert, sind inzwischen ausgebildete Pflegefachkräfte geworden. Nun trennen sich die Wege. Einige bleiben dort, wo sie ihre Ausbildung absolviert haben, andere wechseln in einen anderen Bereich. Was bleibt, ist die gemeinsame Zeit und die Erfahrungen, die sie miteinander gemacht haben. Zum Schluss des offiziellen Teils überreichte Kursleiterin Christin Schöning die Zeugnisse.

Die Absolventinnen und Absolventen: Catherine Ainembabazi, Sarah Böhle, Andreas Böing, Celina Enck, Mohammed Harb, Daniel Heitkamp, Danny Jöster, Marietta Katemann, Joshua Luca Mertens, Maja Möllmann, Jonas Müggenborg, Leonie Nienhaus, Carina Podubrin, Leon Reckmann, Juleen Sieverdingbeck, Maya Splinter, Laurien Stach, Sayana Teymori und Theresa Marie Vieth