Caritas Bildungszentrum Rheine:Pflegeunterricht ganz praktisch

„Was braucht ihr?“ – mit dieser einfachen Frage begann laut Lehrerin Anne Deitmar die Zusammenarbeit nach dem Umzug der Pflegeschule von der Devesburgstraße in die neuen Räumlichkeiten am Kardinal-Galen-Ring. Seitdem unterstützt Multifit | Perick unter anderem die Ausstattung der sogenannten Skills Labs – also der Praxis- und Demonstrationsräume, in denen angehende Pflegekräfte realitätsnah lernen können.
Geliefert wurden unter anderem Krankenhausbetten, Nachtschränkchen, Lagerungshilfsmittel, Weichlagerungsmatratzen, Ernährungspumpen sowie Material für die Stoma- und enterale Versorgung. Inzwischen kamen außerdem Inhalationsgeräte und verschiedene Produkte aus dem Bereich Körperpflege hinzu. Besonders hilfreich: Die Unterstützung erfolgte ganz praktisch nach Bedarf.
Wer einmal durch die modern ausgestatteten Schulräume geht, merkt schnell: Hier soll Pflege nicht nur theoretisch vermittelt, sondern möglichst lebensnah trainiert werden. Schließlich lernen Auszubildende am besten, wenn sie Hilfsmittel nicht nur aus Büchern kennen, sondern selbst anwenden können. Wie fühlt sich ein Spezialrollstuhl im Alltag an? Worauf muss man bei einer Ernährungspumpe achten? Fragen wie diese lassen sich plötzlich ganz konkret beantworten.
„Wir haben zusammengetragen, was fehlt und was wir brauchen – und genau das wurde uns dann zur Verfügung gestellt“, erzählt die Lehrerin. Die Unterstützung hat durchaus eine größere Dimension. Insgesamt liegen die Ausstattungsspenden laut Multifit | Perick-Vertriebsleiter Ralf Schönsee inzwischen im fünfstelligen Euro-Bereich. Solche Anschaffungen seien kostenintensiv, deshalb habe man Partnerunternehmen mit ins Boot geholt. Auch werbetechnisch wurde die Kooperation sichtbar. Es wurden Schilder für die Räume angefertigt, die nun vor den Skills Labs hängen.
Dass die Verbindung zwischen Caritas und Multifit | Perick weit über eine einzelne Spende hinausgeht, macht Ralf Schönsee deutlich. „Es gibt auf ganz vielen Ebenen schon lange Berührungspunkte“, sagt er. In den Bereichen Homecare, Wundversorgung und Palliativnetzwerk arbeite man eng zusammen. Auch mit Schülerinnen und Schülern der Pflegeeinrichtungen gebe es regelmäßig Kontakt.
Perspektivisch könnten aus der Kooperation weitere Projekte entstehen. Denkbar wäre etwa, Fachwissen aus der Hilfsmittelversorgung stärker in den Unterricht einzubinden. Themen wie ambulante Versorgung, Verordnungen oder Zuzahlungen seien für angehende Pflegekräfte hochrelevant.
Auch Maike Gözze, die zum Jahresende die Schulleitung des Caritas Bildungszentrums übernehmen wird, blickt positiv auf die weitere Zusammenarbeit: „Wir freuen uns sehr über die bestehende Kooperation. Solche Partnerschaften schaffen einen echten Mehrwert für die Ausbildung und ermöglichen es unseren Auszubildenden, Pflegepraxis unter realistischen Bedingungen zu erleben.“ Gleichzeitig richtet sie den Blick auf die Zukunft des Bildungszentrums Rheine: der Standort Emsdetten wird mittelfristig weiter ausgebaut.